Hey, ich bin Stella
Wofür mein Herz schlägt: Internationale Fachkräfte beim Start in Deutschland zu begleiten – damit sie sich schnell einleben, ankommen und entfalten können.
Der Traum vom Ausland – und der Mut, ihn selbst wahr zu machen
Während meiner Schulzeit träumte ich von einem Auslandsjahr – doch ohne frühzeitige Planung und Stipendium blieb es ein Traum. Nach dem Abi war klar: Jetzt ist die Zeit. Die Lösung? Ein Au-Pair-Jahr, das sich selbst finanziert.
Und dann machte ich, was ich am besten kann: Ziel ins Auge gefasst und alles in Bewegung gesetzt. Wenige Monate später saß ich im Flieger nach New Jersey – Koffer gepackt, mutig voran, offen für das Ungewisse.
Das Jahr brachte unzählige verrückte und schöne Momente. Doch was mich am nachhaltigsten geprägt hat, waren die Begegnungen mit Au-Pairs aus aller Welt. Plötzlich aß ich venezolanische Arepas mitten in New Jersey, lernte Zumba-Moves von meiner brasilianischen Freundin und verstand: Echte Integration beginnt dort, wo Neugier und Offenheit aufeinandertreffen.
Vielfalt als roter Faden
Diese Erkenntnis ließ mich nicht mehr los. Ich suchte bewusst nach Kontexten, die durch Vielfalt geprägt waren: Ich studierte Internationales Management, engagierte mich bei AEGEE für ein vereintes Europa, arbeitete im International Office und begleitete als Buddy internationale Studierende.
Spanien, Thailand – jede Station bestärkte mich: Hier will ich hin, hier gehöre ich hin.


Wenn das Fremde herausfordert
Doch ich kenne auch die andere Seite. Die, die auf keinem Instagram-Foto zu sehen ist.
Bangkok, zwei Monate nach meiner Ankunft zum Praktikum: Die anfängliche Euphorie war verflogen. Der tägliche Monsunregen war nicht mehr faszinierend, sondern nervig. Das Gewusel auf den Straßen nicht mehr spannend, sondern anstrengend. Die Arbeitsweise im Team fühlte sich fremd an, Kommunikation war mühsam, Missverständnisse häuften sich.
Der Kulturschock – bis dahin nur ein theoretisches Konzept aus dem Studium – war plötzlich sehr, sehr real.
Durchhalten ist gut – Gestalten ist besser
Ich hätte einfach weitermachen können – Zähne zusammenbeißen, Praktikum durchziehen, abhaken. Aber ich wollte mehr als nur durchhalten. Also fing ich an, aktiv zu gestalten: Ich nahm mir bewusst Auszeiten, verabredete mich mit anderen, die Ähnliches erlebten und ging ins Gespräch mit meiner Chefin. Ich setzte mir neue, kleine Ziele und fragte mich: Was ist meine Rolle hier? Was will ich wirklich aus dieser Zeit mitnehmen?
Stück für Stück kam die Freude zurück – nicht von allein, sondern weil ich sie mir zurückgeholt habe.
Diese Erfahrung hat mich gelehrt: Ankommen ist kein Zufall. Es ist ein aktiver Prozess – und genau dabei möchte ich heute andere begleiten.
B.A. Internationales Management
M.Sc. Wirtschafts-psychologie
Systemisch-integrative Coachingausbildung
DCV-Zertifizierte Ausbildung