Warum ich ein Begleitprogramm für internationale Fachkräfte anbiete

by Stella Milo

Meine Entscheidung, ein Begleitprogramm für internationale Fachkräfte anzubieten, hat viele Wurzeln – eine prägende liegt in meiner Arbeit im internationalen Büro an der Universität Hamburg. Dort habe ich zwei Jahre lang das Buddy-Programm für internationale Studierende geleitet. Meine Aufgabe war es, Verbindungen herzustellen: zwischen Neuankömmlingen und lokalen Studierenden, zwischen Orientierungslosigkeit und erstem Halt.

Mehr als ein Programm

Nach außen hin ist ein Buddy-Programm logistisch überschaubar: Tandems bilden, Kennenlerntreffen organisieren, Fragen beantworten. Doch ich hatte mehr vor: Ich wollte ein Sicherheitsnetz bilden. Daher organisierte ich wöchentliche Stammtische, immer dienstags um 19 Uhr, immer eine andere Bar in Hamburg. Der Gedanke dahinter war simpel – ein regelmäßiges Treffen. Mein Versprechen: Ich bin vor Ort und jede Person aus dem Programm ist eingeladen.

Das Konzept lief gut, sehr gut. Die meisten Abende waren gut besucht, sowohl von den internationalen Studierenden als auch von den Buddies.

Was hier stattfand, war nicht einfach nur ein Barbesuch, es war ein Raum, in dem Austausch zwischen den internationalen Studierenden, aber auch mit den lokalen Buddies stattfand. Hier konnten die Fragen gestellt und Themen besprochen werden, für die sonst kein Platz war. Fragen zu Kommunikation, zur Einordnung erlebter Situationen, zu kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten – und dem eigenen Umgang damit.

Der Stammtisch war vieles auf einmal: eine Konstante, ein sozialer Anker – und ein Raum, in dem Menschen merkten, dass sie nicht allein mit ihren Fragen sind.

Er war außerdem der perfekte Nährboden für die Entstehung von Freundschaften: räumliche Nähe, Wiederholung und die Möglichkeit, unbefangen ins Gespräch zu kommen. Aus Unbekannten wurden Bekannte – und manchmal echte Freunde. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie man in Deutschland Freunde findet, schau dir gerne diesen Blogartikel an.

Von der Universität in die Arbeitswelt

Was mich damals an der Universität beschäftigt hat, begegnet mir heute in Unternehmen wieder – dieselben unausgesprochenen Fragen, dieselbe Orientierungssuche, nur mit anderen Konsequenzen. Internationale Fachkräfte sind für ihre fachliche Expertise eingestellt. Aber ob sie bleiben, aufblühen und ihr volles Potenzial im neuen Umfeld einbringen können, hängt oft von ganz anderen Faktoren ab.

Mein Begleitprogramm greift genau hier. Es ist kein klassischer Onboarding-Prozess und kein Sprachkurs. Es ist ein strukturierter Raum, in dem Menschen die Fragen stellen können, die sonst keinen Platz finden – und gemeinsam mit mir Antworten entwickeln, die zu ihnen passen.

Warum ich das anbiete

Weil ich gesehen habe, was möglich ist, wenn jemand wirklich begleitet wird. Weil ich weiß, dass fachliche Exzellenz und kulturelle Verunsicherung gleichzeitig existieren können. Und weil ich glaube, dass Unternehmen und Fachkräfte gleichermaßen davon profitieren, wenn internationale Talente nicht nur ihren Job erledigen, sondern wirklich ankommen und wachsen.

Meine Erfahrungen aus dem Internationalen Büro haben mir eines gezeigt: Begleitung wirkt. Nicht als Fürsorge, sondern als Stärkung der Eigenständigkeit.

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Profilbild von Coach und Beraterin Stella Milo im Grünen.

Wer schreibt hier?

Hey, ich bin Stella Milo. Als Coach und Beraterin begleite ich internationale Fachkräfte beim Start in Deutschland – damit sie sich schnell einleben, ankommen und entfalten können.